
100% bevorzugen deutsche Rechenzentren – doch die Cloud bleibt US-geprägt
Deutsche Unternehmen bevorzugen Rechenzentren im Inland. Was das für Cloud-Strategie, Souveränität und Risiken bedeutet.
Vier Galaxy-Modelle fallen aus dem Update-Zyklus. Was Unternehmen jetzt wissen sollten.

Samsung versorgt vier Smartphones aus dem Jahr 2021 nicht mehr regulär mit Sicherheitsupdates. Betroffen sind das Galaxy A03s, Galaxy A52s 5G, Galaxy F42 5G und Galaxy M32 5G. Für Unternehmen ist das Support-Ende vor allem ein Anlass, den Patchstand ihrer mobilen Geräte und die eigenen Austauschregeln zu überprüfen.
Auf Samsungs aktueller Übersicht der monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich aktualisierten Geräte werden die vier Modelle nicht mehr geführt. Das Fachportal SamMobile hatte bereits am 17. Oktober 2025 berichtet, dass die vorgesehene Update-Versorgung im September 2025 ausgelaufen sei. Die Geräte waren zwischen August und September 2021 erschienen und erhielten dem Bericht zufolge vier Jahre lang Sicherheitsupdates.
Die Abkündigung wird derzeit erneut als aktuelle Nachricht aufgegriffen. Der am 21. Juli 2026 veröffentlichte CHIP-Artikel verweist jedoch auf den SamMobile-Bericht aus dem Oktober 2025. Unternehmen sollten das Thema daher nicht als kurzfristige Änderung der Samsung-Strategie verstehen: Die reguläre Supportphase der Geräte war bereits seit mehreren Monaten beendet.
Auch die Formulierung, die Smartphones würden „für immer“ keine Updates mehr erhalten, ist zu absolut. Belastbar ist, dass Samsung für diese Modelle keine regelmäßigen Sicherheitsupdates mehr zusichert. Ein außerplanmäßiger Patch für eine besonders kritische Schwachstelle wäre damit nicht grundsätzlich ausgeschlossen, Unternehmen können ihre Sicherheitsplanung darauf aber nicht stützen.
Ein Smartphone wird mit dem Ende des Herstellersupports nicht automatisch unsicher oder unmittelbar kompromittiert. Das Risiko nimmt jedoch mit der Zeit zu: Werden neue Schwachstellen im Android-Betriebssystem, in Gerätetreibern oder in Samsung-Komponenten entdeckt, stehen für nicht mehr unterstützte Modelle möglicherweise keine Korrekturen bereit.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stuft regelmäßige Aktualisierungen von Betriebssystemen und Anwendungen als zentrale Schutzmaßnahme ein. Veraltete Software und bekannte, ungepatchte Sicherheitslücken können Angreifern zusätzliche Möglichkeiten bieten.
Für private Nutzer mag das zunächst ein überschaubares Risiko sein. Im Unternehmensumfeld können dieselben Geräte jedoch Zugang zu E-Mails, Cloud-Speichern, Kollaborationsplattformen, VPN-Verbindungen oder geschäftlichen Apps besitzen. Damit wird das Support-Ende zu einer Frage des gesamten Zugriffs- und Gerätemanagements.
IT-Verantwortliche sollten zunächst ermitteln, ob die betroffenen Galaxy-Modelle noch im Unternehmen eingesetzt werden. Dabei sind nicht nur zentral beschaffte Smartphones relevant. Auch private Geräte innerhalb von Bring-your-own-Device-Modellen können auf Unternehmensdaten zugreifen.
Über ein Mobile Device Management oder eine Unified-Endpoint-Management-Plattform lassen sich Gerätemodell, Betriebssystemversion und Sicherheitspatch-Stand in der Regel zentral erfassen. Das BSI empfiehlt den Einsatz von MDM-Lösungen, um mobile Endgeräte einheitlich zu verwalten, Sicherheitsregeln durchzusetzen und bei Bedarf Notfallmaßnahmen auszulösen.
Werden die vier Modelle gefunden, sollten Unternehmen das konkrete Risiko bewerten. Entscheidend ist unter anderem, auf welche Daten und Dienste das Gerät zugreifen kann. Mögliche Maßnahmen reichen von einer verkürzten Austauschfrist über zusätzliche Zugriffsbeschränkungen bis zur vollständigen Sperrung für sensible Anwendungen.
Ein sofortiger Austausch aller Geräte ist nicht in jedem Szenario zwingend. Für Smartphones mit Zugang zu vertraulichen Informationen, administrativen Konten oder kritischen Geschäftsanwendungen sollte die weitere Nutzung ohne zugesicherte Sicherheitsupdates allerdings besonders streng geprüft werden.
Das Beispiel zeigt, warum die zugesicherte Update-Laufzeit bereits bei der Geräteauswahl berücksichtigt werden sollte. Ein niedriger Anschaffungspreis verliert an Attraktivität, wenn Smartphones frühzeitig ersetzt oder mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen abgesichert werden müssen.
Samsung hat seine Update-Zusagen für ausgewählte neuere Galaxy-Geräte inzwischen auf bis zu sieben Jahre ausgeweitet. Welche Laufzeit tatsächlich gilt, hängt jedoch vom Modell, dem Markt und teilweise auch vom Mobilfunkanbieter ab. Die längeren Zusagen gelten nicht rückwirkend für die vier Geräte aus dem Jahr 2021.
Unternehmen sollten deshalb für jedes beschaffte Modell ein geplantes Support-Ende dokumentieren und dieses mit Abschreibungs-, Vertrags- und Austauschzyklen abstimmen. So lassen sich ungeplante Ersatzbeschaffungen vermeiden und Geräte rechtzeitig aus sicherheitskritischen Einsatzbereichen entfernen.
Das Support-Ende für Galaxy A03s, Galaxy A52s 5G, Galaxy F42 5G und Galaxy M32 5G ist keine neue Entwicklung, bleibt für Unternehmen aber relevant. Die Geräte erhalten seit Herbst 2025 keine regulären Sicherheitsupdates mehr.
Für IT-Entscheider besteht kein Anlass zur Panik, wohl aber zum Handeln: Gerätebestand und Patchstand sollten geprüft, Zugriffsrechte bewertet und betroffene Smartphones in eine kontrollierte Ablösung überführt werden. Entscheidend ist nicht allein das Alter eines Geräts, sondern ob der Hersteller bekannte Sicherheitsprobleme weiterhin zuverlässig behebt.
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