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FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 startet 2027 mit DSL, Glasfaser und Wi-Fi 7. Das sind Preis, Anschlüsse und Neuerungen.

FRITZ! stellt mit der FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 eine neue Routergeneration vor. Das Modell kombiniert DSL und Glasfaser, unterstützt Triband Wi-Fi 7 und soll Anfang 2027 in den Verkauf gehen.
Neben der Technik verändert FRITZ! auch Design und Namensschema seiner Router. Statt der bekannten flachen Gehäuseform nutzt die DSL/Fiber 7-90 ein quaderförmiges Gehäuse mit Anschlüssen auf der Unterseite. Wer bereits Wi-Fi 7 am Kabelanschluss nutzt, findet bei IT-Dock auch einen Überblick zur FRITZ!Box 6690 Pro.
FRITZ! hat die DSL/Fiber 7-90 am 1. September 2026 zur IFA vorgestellt. Das Gerät kann aufgestellt oder an der Wand montiert werden. Eine integrierte Kabelführung verdeckt die Anschlüsse. Die Bedienung am Gehäuse reduziert der Hersteller auf eine Taste und eine LED.
Damit verändert FRITZ! auch einen Teil der bisherigen Bedienlogik. Zusätzliche Funktionstasten wie bei manchen bisherigen Modellen entfallen. Die Anschlüsse befinden sich auf der Unterseite und lassen sich durch die Kabelführung geordnet aus dem Gehäuse führen.
Der Hersteller begründet die neue Bauform auch technisch. Die Anschlüsse sitzen unten, während die Antennen im oberen Gehäusebereich angeordnet sind. Eine passive Kühlung kommt ohne aktiven Lüfter aus. FRITZ! nennt eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von rund 12 Watt.
Mit der DSL/Fiber 7-90 führt FRITZ! zugleich ein neues Namensschema ein. Künftig steht am Anfang die Anschlussart. Genannt werden Fiber, DSL, Cable, Mobile und WAN. Danach folgt eine Zahlenkombination für WLAN-Generation und Produktserie.
Der neue Name soll damit schneller erkennen lassen, für welchen Anschluss ein Modell gedacht ist. Bei der DSL/Fiber 7-90 weist bereits die Bezeichnung auf den kombinierten Einsatz an DSL- und Glasfaseranschlüssen hin.
Für DSL integriert FRITZ! ein Modem für VDSL mit Supervectoring bis 300 MBit/s sowie ADSL2+. Glasfaser lässt sich direkt über AON oder GPON anschließen. Alternativ kann die Box über ihren WAN-Port hinter einem externen Glasfasermodem oder ONT betrieben werden.
Beim WLAN setzt das Modell auf Triband Wi-Fi 7 über 2,4, 5 und 6 GHz. FRITZ! nennt eine maximale Bruttodatenrate von insgesamt 12,2 GBit/s. Davon entfallen laut Datenblatt bis zu 5.760 MBit/s auf 5 GHz, weitere 5.760 MBit/s auf 6 GHz und 688 MBit/s auf 2,4 GHz. Diese Werte sind theoretische Bruttoraten und keine garantierten Übertragungsraten im Betrieb.
Kabelgebunden stehen ein 2,5-Gigabit-WAN/LAN-Port, ein weiterer 2,5-Gigabit-LAN-Port und zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse bereit. Hinzu kommen USB 2.0, eine DECT-Basis, Zigbee sowie ein Anschluss für ein analoges Telefon. VPN unterstützt die Box unter anderem über WireGuard und IPSec.
Die neue Generation ist nicht in jeder technischen Disziplin schneller als die FRITZ!Box 5690 Pro. Im eigenen Vergleich nennt FRITZ! für die 5690 Pro bis zu 18,4 GBit/s WLAN-Bruttodatenrate. Bei der DSL/Fiber 7-90 sind es bis zu 12,2 GBit/s.
Dafür erhält das neue Modell einen zusätzlichen 2,5-Gigabit-LAN-Port. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Gigabit-LAN-Ports von vier auf zwei. Beim USB-Anschluss wechselt FRITZ! von USB 3.1 bei der 5690 Pro auf USB 2.0 bei der DSL/Fiber 7-90.
Für Unternehmen ist die Modellgeneration deshalb allein kein ausreichendes Auswahlkriterium. Entscheidend sind unter anderem Portbedarf, eingesetzte WLAN-Clients, lokale Netzlast und die Nutzung von USB-Speichern oder anderen angeschlossenen Geräten.
Auf seiner Produktseite listet FRITZ! die DSL/Fiber 7-90 derzeit mit 429 Euro. Der Hersteller erwartet die Verfügbarkeit im eigenen Shop ab Anfang des ersten Quartals 2027. Auch ein aktueller IFA-Bericht von teltarif nennt 429 Euro und einen geplanten Marktstart Anfang 2027.
Bis zum Verkaufsstart können sich einzelne Angaben noch ändern. teltarif beschreibt das auf der IFA gezeigte Gerät ausdrücklich als Prototyp. Unabhängige Messwerte zu WLAN-Leistung, Reichweite und Energiebedarf im Praxisbetrieb stehen daher noch aus.
Für kleine Standorte und Homeoffice-Arbeitsplätze ist vor allem die Kombination aus DSL und Glasfaser relevant. Unternehmen können einen Router für einen bestehenden DSL-Anschluss einsetzen und später auf einen kompatiblen Glasfaseranschluss wechseln.
Das gewinnt mit der Migration von Kupfer zu Glasfaser an Bedeutung. IT-Dock hat die Unterschiede zwischen Ausbau, fertigem Anschluss und tatsächlicher Glasfasernutzung in Deutschland bereits eingeordnet. Für die Standortplanung bleibt entscheidend, welche Anschlussart tatsächlich verfügbar und aktivierbar ist.
Die beiden 2,5-Gigabit-Schnittstellen schaffen zusätzliche Bandbreite für kabelgebundene Geräte oder Uplinks. Gleichzeitig sollten Unternehmen prüfen, ob zwei Gigabit-LAN-Ports ausreichen oder ohnehin ein separater Switch vorgesehen ist. Auch Wi-Fi 7 bringt erst dann praktische Vorteile, wenn passende Clients und geeignete Funkbedingungen vorhanden sind.
Die FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 erweitert damit vor allem die Möglichkeiten beim Übergang von DSL zu Glasfaser. Für Unternehmen bleibt die konkrete Anschluss- und Netzplanung wichtiger als das neue Gehäuse oder die Modellgeneration.
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Quellen:
FRITZ!, IFA-Pressemitteilung vom 1. September 2026 > Pressemitteilung
FRITZ!, Produktseite DSL/Fiber 7-90 > Produktseite
Heise, The Fritzbox DSL/Fiber 7-90 breaks with old conventions > Ausgangsartikel
teltarif, FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90: Das Flaggschiff im kurzen Hands-On > Hands-on vom 5. September 2026
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