Messengerüberwachung: Zoll nutzt Verfahren dauerhaft
Messengerüberwachung beim Zoll: Das Verfahren ist dauerhaft etabliert. Der BGH begrenzt den Zugriff auf ältere Chats.
Google Personalisierung erweitert Suche, Discover und News. Das ändert sich für Nutzer, Publisher und Unternehmen.

Google erweitert die Personalisierung seiner Such- und Nachrichtenangebote deutlich. Nutzer können Quellen gezielter priorisieren, Discover in eigenen Worten steuern und Audio-Briefings in Google News nach Themen anpassen.
Die Änderungen betreffen Google Search, Discover und die Android-App von Google News. Google kündigte die neuen Funktionen am 20. August 2026 an. Mehrere Elemente bauen allerdings auf bereits eingeführten Funktionen auf.
Google ergänzt Preferred Sources um einen neuen Button für Publisher-Websites. Nutzer können damit eine Seite direkt als bevorzugte Quelle markieren und anschließend auf die zuvor besuchte Publisher-Seite zurückkehren.
Bevorzugte Quellen können häufiger in Top Stories erscheinen. Google hebt sie außerdem in AI Overviews und im AI Mode hervor. Nach Angaben des Unternehmens haben Nutzer inzwischen mehr als 600.000 unterschiedliche Quellen ausgewählt.
Die Grundfunktion ist allerdings nicht neu. Google startete Preferred Sources im August 2025 zunächst in den USA und Indien. Seit dem 30. April 2026 steht sie weltweit in unterstützten Sprachen zur Verfügung. Im Mai erweiterte Google die Funktion zusätzlich auf AI Overviews und AI Mode.
Neu ist damit vor allem der direktere Weg über Publisher-Seiten. Für Betreiber redaktioneller Websites sinkt die Hürde, regelmäßige Leser stärker an die eigene Domain zu binden. Eine bessere Platzierung garantiert der Button jedoch nicht.
Google erweitert auch die Steuerung des Discover-Feeds in der Google-App. Nutzer können künftig über das Drei-Punkte-Menü beschreiben, welche Themen oder Links sie häufiger oder seltener sehen möchten.
Google verarbeitet diese Angaben in natürlicher Sprache und passt den Feed direkt an. Die Anwendung soll sich die Wünsche außerdem für spätere Besuche merken. Google will die Funktion in den kommenden Tagen bereitstellen.
Für Unternehmen ist das besonders bei redaktionellen Fachinhalten relevant. Nutzer können Interessen genauer eingrenzen und stärker bestimmen, welche Themen und Quellen regelmäßig in ihrem Feed auftauchen.
Die Entwicklung passt zu Googles breiterer KI-Strategie. IT-Dock hat bereits eingeordnet, wie sich Gemini zur Business-KI und zur verbindenden Schicht zwischen Suche, Workspace und Cloud entwickelt.
Auch Google News erhält neue Personalisierungsoptionen für tägliche Audio-Briefings. Nutzer der Android-App können künftig konkrete Themen auswählen, die Google in den personalisierten Zusammenfassungen berücksichtigen soll.
Google nennt außerdem klare Quellenangaben und Links zu den vollständigen Artikeln. Die Briefings greifen auf Inhalte von Publishern zurück, die an Googles News-AI-Pilot teilnehmen. Dieses Programm hatte Google bereits Ende 2025 angekündigt.
Damit verschiebt sich die Nachrichtennutzung weiter in Richtung individuell zusammengestellter Formate. Nutzer erhalten stärker zugeschnittene Zusammenfassungen, während Google weiterhin die technische Auswahl und Darstellung des Formats steuert.
Für IT-Entscheider ergibt sich daraus vor allem eine Frage der Informationsqualität. Personalisierte Feeds können Recherche beschleunigen, aber zugleich weniger häufig genutzte Quellen und Gegenpositionen aus dem Blick drängen.
Das betrifft besonders Cybersecurity, Regulierung, Marktbeobachtung und Lieferantenbewertung. Unternehmen sollten kritische Recherchen deshalb nicht ausschließlich auf Discover, Google News oder AI Overviews stützen, sondern mehrere unabhängige Quellen einbeziehen.
Auch die technische Oberfläche gewinnt an Bedeutung. Weil Suche, SaaS und KI zunehmend im Browser zusammenlaufen, wird die Browserstrategie im Unternehmen stärker Teil von Governance und Informationssicherheit.
Für Unternehmen mit eigener Fachredaktion entsteht zugleich eine zusätzliche Distributionsoption. Wer regelmäßig relevante Inhalte veröffentlicht, kann prüfen, ob Preferred Sources zur eigenen Publikationsstrategie passt und ob der neue Button sinnvoll eingebunden werden kann.
Die Funktion ersetzt jedoch keine saubere Suchmaschinenoptimierung. Google beschreibt Preferred Sources als nutzergesteuerte Präferenz, nicht als garantierten Ranking-Hebel. Für B2B-Inhalte bleiben fachliche Tiefe, Aktualität und nachvollziehbare Quellen entscheidend.
Google gibt Nutzern mehr direkte Kontrolle über Suche, Discover und News. Gleichzeitig wächst der Einfluss persönlicher Präferenzen darauf, welche Informationen Nutzer zuerst sehen und welche Quellen dauerhaft sichtbar bleiben.
Unternehmen sollten diese Entwicklung deshalb zweigleisig betrachten. Für eigene Inhalte entstehen neue Wege, regelmäßige Leser zu erreichen. Für interne Recherche steigt dagegen die Bedeutung klarer Quellenstandards und eines bewusst breiten Medienmixes.
Wer Google Search und Gemini im Arbeitsalltag nutzt, sollte Personalisierung daher nicht nur als Komfortfunktion bewerten. Sie verändert auch die Auswahl der Informationen, auf deren Basis Teams Entscheidungen vorbereiten.
Sie wollen keine Entwicklung wie diese verpassen? Der IT-Dock Newsletter fasst die wichtigsten IT-News wöchentlich zusammen.
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