Phishing bei CDU Heilbronn: Knapp 5.000 Mails versandt
Ermittler nennen knapp 5.000 E-Mails beim Phishing-Vorfall in Heilbronn. Der Fall zeigt die Risiken übernommener Postfächer.
Was das Werk Erlangen für den Mittelstand bedeutet.

Siemens und Nvidia haben am 19. Oktober neue KI-Anwendungen für die industrielle Fertigung vorgestellt. Im Elektronikwerk Erlangen unterstützen sie die Qualitätsprüfung und Produktionsplanung. Für produzierende Unternehmen liefert das Werk damit konkrete Beispiele für den Einsatz industrieller KI.
Die Partner haben die Anwendungen laut Siemens gemeinsam entwickelt und in der laufenden Fertigung getestet. Erlangen soll als Vorlage für weitere Standorte dienen. Die Verbindung von Simulation und Produktionsdaten ist auch ein Thema der aktuellen IoT-Entwicklungen.
Bei neuen Leiterplatten erzeugt KI anhand digitaler Zwillinge virtuelle Bilder für das Training der Inspektionssysteme. Dadurch soll die Vorbereitung der Qualitätsprüfung weniger stark von physischen Prototypen abhängen. In der Produktionsplanung unterstützt außerdem ein KI-Agent die Abstimmung von Kapazitäten, Material und Lieferterminen.
Für neue Leiterplatten nennt Siemens bis zu 85 Prozent weniger Engineering-Aufwand. Die agentenbasierte Produktionsplanung soll Kosteneinsparungen von bis zu 20 Prozent ermöglichen. Beide Werte beziehen sich auf die beschriebenen Anwendungen und stammen vom Unternehmen. Eine unabhängige Bestätigung enthalten die geprüften Quellen nicht.
Für die wirtschaftliche Bewertung ist diese Zuordnung entscheidend. Aus einer Einsparung bei einem Arbeitsschritt lässt sich keine entsprechende Senkung der gesamten Fertigungskosten ableiten. Ebenso wenig belegen die Angaben, dass andere Werke dieselben Ergebnisse erreichen.
Aus redaktioneller Sicht liegt der Nutzen der Vorstellung in den klar abgegrenzten Aufgaben. Unternehmen können daran prüfen, welche eigenen Abläufe für vergleichbare Ansätze infrage kommen. Ein sinnvoller Vergleich müsste den Aufwand für Einführung und Betrieb ebenso erfassen wie die erzielten Verbesserungen. Dabei wären beispielsweise die Dauer der Einrichtung, der laufende Pflegeaufwand und die Qualität der Prüfergebnisse getrennt zu betrachten.
Für IT-Verantwortliche stellt sich dabei die Frage nach der Einbindung in die bestehende industrielle Vernetzung. Entscheidend wäre, welche Daten bereits verfügbar sind und welche Systeme miteinander arbeiten müssen. Die Zusammenarbeit von Siemens und Nvidia bietet dafür ein Referenzbeispiel. Die Übertragbarkeit auf einzelne Betriebe bleibt gesondert zu bewerten.
Quellen: Siemens: Siemens und NVIDIA vertiefen Partnerschaft, 19.10.2026, BR Frankenschau aktuell: KI-Revolution in Erlangen, 19.10.2026
Weitere Entwicklungen zu industrieller KI und IT-Betrieb im IT-Dock-Newsletter.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare vorhanden.