Googlebook startet in Deutschland: Neue Laptops mit Gemini

Google nennt Preis und Gemini-Funktionen. Für Unternehmen bleiben Fragen offen.

Ein mittig platzierter Laptop zeigt abstrahierte App- und KI-Oberflächen; daneben steht ein verbundenes Smartphone.

Google hat die Vorbestellung für seine neuen Googlebook-Laptops eröffnet. In Deutschland sollen die Geräte ab dem 5. Oktober 2026 erhältlich sein. Die Plattform verbindet Android-Apps und Chrome mit Gemini-Funktionen. Für Unternehmen stellt sich damit die Frage, wie gut sich die Geräte in bestehende IT-Umgebungen einfügen.

Googlebook wurde bereits im Mai angekündigt. Neu sind jetzt die konkreten Modelle, Preise und Verkaufstermine. Google startet mit Geräten von Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo. Der genannte Einstiegspreis liegt bei 899 US-Dollar. Einen deutschen Einstiegspreis nennt die herangezogene Ankündigung nicht. Wer Geräte für den Betrieb beschafft, muss daher die hiesigen Angebote und Konfigurationen gesondert prüfen.

Googlebook: Vorbestellung läuft, Verkaufsstart im Oktober

Die ersten Googlebooks können laut Google bereits vorbestellt werden. In den USA sollen sie ab dem 4. Oktober im Handel stehen, in Deutschland einen Tag später. Google nennt Touchscreens, Prozessoren von Intel oder Qualcomm und mindestens 16 GB Arbeitsspeicher für die vorgestellten Modelle. Je nach Gerät unterscheiden sich Bauform und Ausstattung.

Google stellt außerdem Funktionsupdates und Sicherheitsupdates für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren in Aussicht. „Bis zu“ ist dabei entscheidend: Unternehmen sollten die konkrete Laufzeit für das ausgewählte Modell und den eigenen Beschaffungszeitpunkt prüfen. Für eine Geräteflotte zählen neben dem Kaufpreis auch Support, Ersatzbeschaffung und die planbare Nutzungsdauer.

Wie verbindet Googlebook Android, Chrome und Gemini?

Googlebook baut nach Angaben des Herstellers auf Android-Technik auf und übernimmt Elemente von ChromeOS. Nutzer können im Chrome-Browser arbeiten und auf Android-Apps zugreifen. Funktionen wie „Cast My Apps“ sollen Anwendungen vom Smartphone auf dem Laptop nutzbar machen. Dateien und Fotos des Telefons sollen sich ebenfalls direkt auf dem Googlebook öffnen lassen.

Gemini ist tiefer in die Bedienung eingebunden. Über „Magic Pointer“ können Nutzer den Assistenten für Inhalte auf dem Bildschirm aufrufen. „Rambler“ soll gesprochene Gedanken in strukturierte Texte umwandeln. Google beschreibt zudem die Möglichkeit, eigene Desktop-Widgets per Texteingabe zu erstellen. Welche dieser Funktionen sich im Arbeitsalltag bewähren, lässt sich aus der Produktankündigung allein noch nicht beurteilen.

Die Verbindung zwischen Smartphone und Laptop ist für Unternehmen besonders interessant, wenn Mitarbeitende bereits Android-Geräte einsetzen. Sie berührt zugleich Fragen nach Zugriffen und Datentrennung. IT-Dock hat die Sicherheitsfunktionen von Android 17 bereits für mobile Endgeräte eingeordnet. Bei Googlebook kommt nun der Laptop als weiterer Endpunkt hinzu.

Was sollten Unternehmen vor einem Einsatz prüfen?

Google beschreibt für Googlebook eine Sicherheitsarchitektur mit Hardware-Vertrauensanker, Malware-Erkennung auf dem Gerät und einer isolierten Linux-Umgebung. Das sind Herstellerangaben zur Plattform. Ob ein konkretes Modell die Anforderungen einer Organisation erfüllt, hängt auch von der eingesetzten Verwaltungssoftware, den Richtlinien und den benötigten Anwendungen ab.

Vor einer Beschaffung sollten IT-Teams deshalb einige praktische Fragen klären: Lassen sich Geräte zentral einrichten und verwalten? Funktionieren geschäftskritische Webanwendungen und Android-Apps wie benötigt? Welche Regeln gelten für Gemini bei sensiblen Unternehmensdaten? Und wie greifen Identitätsverwaltung, Updates und Geräteschutz ineinander? Die Browserwahl als Sicherheitsentscheidung sowie der Umgang mit KI und Datenschutz sind dabei bereits bekannte Themen. Googlebook führt sie auf einem neuen Gerätetyp zusammen.

Googlebook ist damit eine relevante Plattformneuheit für den Modern Workplace. Der Verkaufsstart liefert Unternehmen einen Anlass, die Geräte praktisch zu testen. Eine Entscheidung für den breiten Einsatz sollte auf den verfügbaren Verwaltungsfunktionen, den eigenen Anwendungen und klaren Regeln für Gemini beruhen.

Quellen: Google, Vorbestellstart des Googlebook und Google, erste Googlebook-Modelle

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