ElectronicPartner schärft den Kurs

ElectronicPartner treibt den Umbau voran und schärft seine Rolle als Lösungs- und Servicepartner im Markt.

3 Min. Lesezeit

Kongress markiert den nächsten Schritt der Neuausrichtung

ElectronicPartner treibt seine im Januar gestartete Neuausrichtung weiter voran. Auf dem Kongress am 20. und 21. März 2026 hat die Verbundgruppe den Kurs mit dem neu aufgestellten Vorstand konkretisiert. Im Zentrum steht das Ziel, das eigene Mitglieder-Netzwerk stärker als lokalen Lösungsanbieter für Technik und Service zu positionieren. Dieses Ziel hatte das Unternehmen bereits im Januar offiziell formuliert; IT-BUSINESS ordnet den Kongress nun als nächsten Meilenstein dieser Neuausrichtung ein.

Vom Handelsmodell zum Lösungsansatz

Nach Darstellung des Unternehmens soll sich ElectronicPartner stärker über Service, Kompetenz und Vertrauen differenzieren. Dafür werden in der Zentrale Strukturen und Prozesse neu ausgerichtet. Connect Professional und Telecom Handel beschreiben den Umbau übereinstimmend als Schritt weg vom klassischen Produktverkauf hin zu einer stärkeren Rolle als Dienstleister und Lösungsanbieter.

Neuer Vorstand, klare Zuständigkeiten

Zur Neuausrichtung gehört auch ein personeller Umbau an der Spitze. Patrick van Tent wurde zum 1. März 2026 in den Vorstand berufen und verantwortet dort Einkauf, Vertrieb und Marketing sowie die Landesgesellschaften in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Er folgt auf Friedrich Sobol, der laut ElectronicPartner Ende März 2026 nach 25 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand geht.

Stabiles Geschäftsjahr als Ausgangsbasis

Der strategische Umbau erfolgt aus einer wirtschaftlich stabilen Ausgangslage. ElectronicPartner schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Zentralumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro ab und blieb damit das dritte Jahr in Folge auf stabilem Niveau. In Deutschland legte die Verbundgruppe um 1,4 Prozent zu, in der Schweiz stieg der Umsatz deutlich, während Österreich und die Niederlande leicht rückläufig waren, insgesamt aber weitgehend stabil blieben.

Unterschiedliche Dynamik in den Geschäftsbereichen

Innerhalb der Gruppe zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Fachhandelsmarke EP: erzielte 2025 flächenbereinigt ein Umsatzplus von 1,4 Prozent und entwickelte sich laut Unternehmen besser als der Vergleichsmarkt. MEDIMAX verzeichnete dagegen ein Umsatzminus von 6,6 Prozent. Deutlich dynamischer lief es bei comTeam, das den Umsatz um 18,5 Prozent steigerte. Gleichzeitig baut ElectronicPartner mit WENDEpunkt sein Geschäft rund um nachhaltige Energielösungen weiter aus.

Relevanz für den Channel

Für den Channel ist die Botschaft klar: ElectronicPartner will die Rolle der Verbundgruppe breiter definieren. Statt sich primär über Sortiment und Fläche zu positionieren, rücken Service, vernetzte Leistungen und engere Zusammenarbeit im Mitglieder-Netzwerk stärker in den Vordergrund. Genau darin liegt die eigentliche Relevanz der aktuellen Neuausrichtung: Sie ist nicht nur ein interner Umbau, sondern ein Signal, wie sich Handels- und Partnerorganisationen im Elektronik- und IT-nahen Umfeld künftig aufstellen wollen.

Stand dieser Fassung ist Dienstag, 24. März 2026.

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