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Smart Country Convention 2026 in Berlin. Portugal, Verwaltungs-KI und digitale Infrastruktur prägen das Programm.

Die Smart Country Convention 2026 findet vom 13. bis 15. Oktober in Berlin statt. Das Programm zeigt digitale Verwaltungsdienste, KI-Anwendungen und Infrastrukturprojekte aus dem öffentlichen Sektor. Portugal ist in diesem Jahr Partnerland. Für IT-Anbieter und Unternehmen mit öffentlichen Auftraggebern bietet die Messe damit einen Blick auf künftige Anforderungen an digitale Lösungen.
Auf dem Berliner Messegelände treffen Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Digitalwirtschaft zusammen. Der Veranstalter kündigt mehr als 1.000 Sessions und über 100 Workshops sowie Weiterbildungsangebote an. Neben politischen Zielen stehen Projekte aus Ländern und Kommunen auf dem Programm. Entscheidend wird sein, welche Ansätze sich in vorhandene Verfahren und IT-Systeme einfügen lassen.
Portugal bringt als Partnerland eigene Lösungen und Erfahrungen nach Berlin. Vertreter beider Länder eröffnen die Veranstaltung am 13. Oktober. Auf der Messe sind ein portugiesischer Stand und weitere Programmbeiträge vorgesehen. Der Austausch soll zeigen, wie digitale Verwaltungsdienste entwickelt und für Bürger zugänglich gemacht werden.
Für deutsche Verwaltungen ist dabei weniger die Übernahme einer einzelnen Anwendung interessant als deren Umsetzung: Welche Daten müssen Behörden gemeinsam nutzen? Wie werden Dienste verbunden, ohne neue Insellösungen zu schaffen? Und welche organisatorischen Änderungen braucht ein Verfahren, bevor es vollständig digital funktioniert? Ähnliche Fragen betreffen Unternehmen, die Software, Cloud-Dienste oder Integrationsleistungen an den öffentlichen Sektor liefern.
Die Smart Country Convention 2026 behandelt Verwaltungsdigitalisierung, KI, Smart Cities und digitale Infrastruktur. Vorgesehen sind sowohl strategische Debatten als auch Beispiele aus der kommunalen Praxis. Einzelne Aussteller stellen zudem Anwendungen für souveräne KI in der Verwaltung vor. Ein angekündigter Anwendungsfall ist allerdings noch kein Beleg für einen flächendeckenden Einsatz.
Bei KI-Projekten kommt es auf die Grundlagen an: zugängliche und geeignete Daten, geklärte Zuständigkeiten und die Verbindung zu bestehenden Fachverfahren. Hinzu treten Fragen nach Betriebsmodell und Anbieterabhängigkeit. Diese Punkte spielen auch bei der EU-Cloud-Debatte eine Rolle, insbesondere wenn öffentliche Stellen sensible Daten verarbeiten.
Ein weiterer Prüfstein ist die digitale Identität. Neue Onlinedienste werden erst dann alltagstauglich, wenn sich Nutzer zuverlässig ausweisen und Nachweise übermitteln können. IT-Dock hat die möglichen Anwendungen der EUDI-Wallet für Unternehmen bereits eingeordnet. Die Messe bietet Gelegenheit zu sehen, wie solche Bausteine mit konkreten Verwaltungsverfahren zusammenspielen sollen.
Öffentliche Digitalprojekte verlangen mehr als eine funktionierende Einzelanwendung. Anbieter müssen häufig bestehende Systeme anbinden, Datenschutzanforderungen berücksichtigen und den Betrieb langfristig absichern. Für IT-Dienstleister lohnt deshalb der Blick auf offene Schnittstellen, Wartbarkeit und Verantwortlichkeiten zwischen Auftraggeber und Betreiber.
Auch außerhalb Deutschlands wird darüber diskutiert, wie Verwaltungen ihre Wahlmöglichkeiten bei Software und Plattformen erhalten. Die Open-Source-Pläne der Schweizer Bundesverwaltung zeigen einen möglichen Ansatz. Die Smart Country Convention kann diese Debatte durch Praxisbeispiele ergänzen. Welche Lösungen sich tatsächlich bewähren, lässt sich erst anhand ihrer Umsetzung beurteilen.
Am 15. Oktober widmet die Veranstaltung der Resilienz öffentlicher Institutionen einen eigenen Programmtag. Damit verbindet die Messe neue digitale Dienste mit der Frage, wie Behörden und Infrastruktur auch bei Störungen handlungsfähig bleiben.
Die Smart Country Convention 2026 liefert vor allem einen Überblick über Projekte, Anforderungen und offene Umsetzungsfragen.
Weitere Entwicklungen zu Cloud, KI und digitaler Infrastruktur ordnet der IT-Dock Newsletter regelmäßig ein.
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