BSI KI-Agenten: Neue Prüfanforderungen für mehr Sicherheit
PRAKI soll neue Prüfanforderungen entwickeln und die Sicherheit agentischer KI systematisch bewerten.
Gemini in Android Auto ersetzt den Google Assistant und erweitert Sprachsteuerung, Nachrichten, Navigation & Gmail-Zugriff.

Gemini in Android Auto ersetzt den Google Assistant zunehmend als Sprachassistent im Fahrzeug. Google bezeichnet Gemini seit Mai 2026 als breit verfügbar und dokumentiert inzwischen auch Gemini Live für kompatible Fahrzeuge.
Ein aktueller Engadget-Beitrag vom 13. September 2026 rückt die Funktionen erneut in den Fokus. Neu eingeführt wurde Gemini in Android Auto aber nicht erst jetzt. Google startete den Rollout bereits im November 2025. Die Entwicklung passt zur breiteren Plattformstrategie, die IT-Dock bereits im Beitrag Gemini wird zur Business-KI eingeordnet hat.
Google begann im November 2025 damit, Gemini über mehrere Monate an Android-Auto-Nutzer auszurollen. Voraussetzung war zunächst, dass Nutzer auf ihrem Smartphone bereits vom Google Assistant zu Gemini gewechselt hatten.
Im Mai 2026 änderte sich der Status deutlich. Google sprach nun von einer breiten Verfügbarkeit in Android Auto. Die aktuelle Android-Auto-Hilfe zeigt zugleich, dass die Umstellung des bisherigen Assistant im Laufe des Jahres 2026 weiterläuft. Je nach Gerät, Konto, Sprache und Region können deshalb weiterhin Unterschiede bestehen.
Für die Nutzung nennt Google ein kompatibles Fahrzeug und ein unterstütztes Android-Smartphone. Gemini muss dort als digitaler Assistent eingerichtet sein. Gespräche lassen sich per „Hey Google“, über das Mikrofonsymbol oder über die Sprachbefehltaste am Lenkrad starten.
Der wichtigste Unterschied zum bisherigen Google Assistant ist die natürlichere Sprachsteuerung. Nutzer müssen Befehle weniger exakt formulieren und können Rückfragen stellen, ohne den gesamten Kontext erneut zu nennen.
Das betrifft mehrere Kernfunktionen von Android Auto. Gemini kann Ziele suchen, Navigation starten, Nachrichten verfassen, Anrufe initiieren und Medien steuern. Bei der Navigation kann der Assistent auch Fragen zu Orten entlang der Route beantworten.
Für Messaging nennt Google zusätzliche KI-Funktionen. Gemini kann eingehende Nachrichten zusammenfassen, Antworten formulieren, die voraussichtliche Ankunftszeit ergänzen und Texte in mehr als 40 Sprachen übersetzen. Vor dem Versand lassen sich formulierte Nachrichten noch ändern.
Auch die Mediensteuerung wird flexibler. Statt nur einen konkreten Titel oder eine Playlist aufzurufen, können Nutzer Musik nach Stimmung oder Situation anfordern. Unterstützte Dienste übernehmen anschließend die Wiedergabe.
Für Unternehmen ist vor allem die Verbindung zu weiteren Google-Diensten interessant. Gemini kann laut Google Informationen aus Gmail abrufen, Kalendereinträge prüfen sowie Aufgaben oder Notizen einbeziehen. So lässt sich beispielsweise eine Adresse aus einer E-Mail suchen und direkt für die Navigation verwenden.
Damit verschiebt sich Android Auto von einer reinen Fahrzeugoberfläche stärker zu einem mobilen Zugriffspunkt auf persönliche und potenziell geschäftliche Informationen. Welche Daten tatsächlich verfügbar sind, hängt von den verbundenen Diensten, dem verwendeten Konto und den jeweiligen Einstellungen ab.
Gerade bei geschäftlich genutzten Konten sollten Unternehmen deshalb Berechtigungen und Datenflüsse mitdenken. Der IT-Dock-Leitfaden KI und Datenschutz zeigt, warum Zugriffe auf E-Mails, personenbezogene Daten und interne Informationen nicht nur eine Funktionsfrage sind.
Auch Gemini Live gehört inzwischen zum dokumentierten Funktionsumfang. Nutzer können mit „Hey Google, lass uns reden“ eine längere Unterhaltung starten. Google nennt dafür unter anderem Ideenfindung, Lernen und das Üben von Gesprächen oder Präsentationen.
Das ist eine Änderung gegenüber früheren Rollout-Phasen, in denen Gemini Live noch als kommende Funktion beschrieben wurde. Trotzdem gilt weiterhin: Verfügbarkeit und Funktionsumfang können nach Sprache, Region und Konto variieren.
Für Unternehmen ist Gemini Live vor allem als Beispiel relevant, wie sich Sprachassistenten verändern. Statt einzelner Kommandos entstehen fortlaufende Dialoge, die stärker auf Kontext reagieren. Das erweitert die Nutzungsmöglichkeiten, erhöht aber auch die Bedeutung klarer Regeln für geschäftliche Inhalte während mobiler Arbeit.
Nicht jede neue Gemini-Funktion von Google gilt automatisch für Android Auto. Google entwickelt parallel Fahrzeuge mit integriertem Google-System.
Dort kann Gemini tiefer auf Fahrzeugfunktionen zugreifen. Google nennt beispielsweise Fragen zu Warnleuchten oder dazu, ob ein Gegenstand in den Kofferraum passt. Solche Funktionen setzen die direkte Integration mit der Fahrzeughardware voraus und lassen sich nicht pauschal auf Android Auto übertragen.
Für Firmenflotten ist diese Trennung wichtig. Die verfügbare Funktionalität hängt nicht nur vom Smartphone und Google-Konto ab, sondern auch vom Fahrzeugmodell und dessen Softwareplattform.
Gemini in Android Auto zeigt, wie generative KI in alltägliche Benutzeroberflächen wandert. Für Beschäftigte mit Firmenfahrzeugen kann das den sprachgesteuerten Zugriff auf Navigation, Kommunikation und Termine vereinfachen.
Für IT-Verantwortliche entsteht daraus jedoch kein einheitlicher neuer Unternehmensdienst. Funktionen unterscheiden sich nach Fahrzeug, Smartphone, Konto und freigeschalteten Google-Diensten. Unternehmen sollten deshalb prüfen, welche geschäftlichen Konten im Fahrzeug verwendet werden dürfen und welche Informationen darüber erreichbar sind.
Der entscheidende Punkt ist weniger die einzelne Fahrfunktion als die zunehmende Verzahnung von Gemini mit Googles Diensten. Je stärker E-Mail, Kalender, Navigation und Kommunikation über denselben Assistenten zusammenlaufen, desto wichtiger werden nachvollziehbare Berechtigungen und klare Nutzungsvorgaben.
Weitere Einordnungen zu KI, Cloud, Security und digitaler Infrastruktur erscheinen regelmäßig im IT-Dock Newsletter. Dort bündelt die Redaktion aktuelle Entwicklungen für IT-Entscheider.
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