Samsung testet offenbar neues Foldable-Format
Samsung könnte seine Foldable-Strategie deutlich erweitern. Aktuelle Presseberichte und geleakte Dummy-Modelle deuten darauf hin, dass der Hersteller neben dem klassischen Galaxy-Z-Fold-Format ein breiteres Modell vorbereitet. In der Berichterstattung wird dieses Gerät derzeit häufig als Galaxy Z Fold 8 Wide oder Galaxy Z Fold Wide bezeichnet. Offiziell bestätigt ist das Modell bislang nicht.
Der auffälligste Unterschied liegt im Format. Während bisherige Galaxy-Z-Fold-Geräte im geschlossenen Zustand eher schmal und hoch wirken, soll das neue Modell kürzer und breiter ausfallen. Aufgeklappt entsteht dadurch offenbar ein Seitenverhältnis, das stärker an ein kleines Tablet erinnert. Genau diese Veränderung macht die aktuellen Leaks auch für IT-Entscheider interessant.
Mehr Arbeitsfläche statt nur neues Design
Für Unternehmen ist der mögliche Formfaktor weniger eine Designfrage als eine Produktivitätsfrage. Ein breiteres Foldable könnte dort relevant werden, wo Mitarbeitende unterwegs mehr Bildschirmfläche benötigen, aber kein zusätzliches Tablet mitführen sollen.
Typische Szenarien wären E-Mail, Kalender, CRM, Collaboration-Tools, Dokumentenansicht oder mobile Freigabeprozesse. Auch Remote-Zugriffe und Multitasking könnten von einem nutzbareren Innendisplay profitieren. Entscheidend ist dabei nicht allein die Displaygröße, sondern ob Business-Anwendungen auf dem Gerät sinnvoll dargestellt werden und ob das Außendisplay im Alltag komfortabler nutzbar ist als bei schmaleren Foldables.
B2B-Potenzial hängt an Enterprise-Tauglichkeit
Für den Unternehmenseinsatz reicht ein neuer Formfaktor allein nicht aus. Relevant werden vor allem Robustheit, Akkulaufzeit, App-Optimierung, Update-Versorgung, Gerätemanagement und Sicherheit. Gerade bei Samsung spielt zudem die Einbindung in bestehende Enterprise-Ökosysteme eine wichtige Rolle, etwa über Knox, DeX und zentrale Verwaltungsfunktionen.
Noch ist offen, welche Funktionen das mögliche neue Foldable tatsächlich mitbringt. Einige Berichte sprechen von einem sehr dünnen Gehäuse, einem breiteren Außendisplay und abweichender Kameraausstattung. Da diese Angaben bisher nicht offiziell bestätigt sind, sollten sie nicht als Grundlage für Beschaffungsentscheidungen gewertet werden.
Noch kein Produkt für die Roadmap
Für IT-Abteilungen ist das Gerät daher aktuell vor allem ein Marktsignal. Foldables entwickeln sich zunehmend von reinen Innovationsprodukten hin zu möglichen Arbeitsgeräten zwischen Smartphone und Tablet. Sollte Samsung den breiteren Formfaktor tatsächlich auf den Markt bringen, könnte das neue Impulse für mobile Arbeitsplatzstrategien setzen.
Für konkrete Planungen ist es jedoch zu früh. Solange Samsung das Gerät nicht offiziell vorgestellt hat, bleiben Name, Ausstattung, Preis, Verfügbarkeit und Enterprise-Funktionen offen. IT-Entscheider sollten die Entwicklung beobachten, aber keine Annahmen in Geräte-Roadmaps oder Beschaffungsprozesse übernehmen.
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