Microsoft kämpft aktuell mit einer Störung in Exchange Online, durch die einige Nutzer zeitweise nicht auf ihre Postfächer zugreifen können. Betroffen sind laut der öffentlich referenzierten Incident-Meldung vor allem die Outlook-Mobile-Apps sowie der neue Outlook-Client für Mac. Der Vorfall läuft unter der Microsoft-Referenz EX1256020.
Ursache liegt in einer Änderung von Microsoft
Nach Angaben von Microsoft wurde die Störung durch eine jüngste Änderung innerhalb des Exchange-Online-Dienstes ausgelöst. Ziel der Änderung war die Einführung eines neuen virtuellen Kontos. Genau diese Anpassung führte jedoch zu den aktuellen Zugriffsstörungen. Microsoft hat die Änderung inzwischen für einen Teil der betroffenen Nutzer deaktiviert, um die Auswirkungen zu testen und zu überwachen. Laut dem zuletzt öffentlich einsehbaren Update vom 24. März 2026, 08:36 Uhr zeigte sich zwar eine Verbesserung, die Störung war zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht vollständig behoben.
Was IT-Entscheider jetzt wissen sollten
Für Unternehmen ist der Vorfall vor allem deshalb relevant, weil er produktive Zugriffswege auf Exchange Online betrifft. Die Beeinträchtigungen treten laut Microsoft intermittierend auf, also nicht zwingend dauerhaft oder bei allen Nutzern gleichzeitig. Das erschwert die Fehlersuche im Support, weil das Problem zunächst wie ein lokales Client- oder Konnektivitätsproblem wirken kann. Wichtig ist auch: Öffentlich belegt ist derzeit keine generelle Fehlkonfiguration auf Kundenseite, sondern eine Ursache innerhalb des Microsoft-Dienstes selbst. Für IT-Teams bedeutet das vor allem, Service-Health-Meldungen eng zu verfolgen und interne Support-Teams frühzeitig darauf hinzuweisen, dass der Fehler derzeit auch ohne Änderungen in der eigenen Umgebung auftreten kann.
Nicht verwechseln mit der ActiveSync-Umstellung
Der aktuelle Incident ist nicht mit Microsofts bereits angekündigter Exchange-Online-ActiveSync-Umstellung zu verwechseln. Microsoft hatte im Dezember 2025 angekündigt, dass ab 1. März 2026 nur noch Geräte mit Exchange ActiveSync 16.1 oder höher unterstützt werden. Diese Änderung betrifft laut Microsoft nur mobile Geräte mit nativen Mail-Apps; Outlook Mobile ist davon ausdrücklich nicht betroffen, weil die App nicht auf EAS setzt.
Gerade deshalb ist der aktuelle Vorfall für viele IT-Verantwortliche relevant: Während Outlook Mobile von der EAS-Änderung ausgenommen ist, taucht die App nun im Rahmen einer separaten Exchange-Online-Störung dennoch in der Liste der betroffenen Zugriffswege auf.
Fazit
Der Fall zeigt erneut, wie stark geschäftskritische Kommunikationsprozesse von Änderungen auf Service-Ebene in Microsoft 365 abhängen. Für IT-Entscheider ist vor allem entscheidend, den Vorfall nicht vorschnell als lokales Clientproblem einzuordnen: Nach aktuellem, öffentlich belegtem Stand liegt die Ursache in einer Microsoft-seitigen Änderung innerhalb von Exchange Online und die vollständige Behebung war am 24. März 2026 noch nicht abgeschlossen.
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