Circular Economy wird IT-Thema

NRW zeigt auf der IFAT 2026, wie Kreislaufwirtschaft, Umwelttechnologien und Digitalisierung zusammenwachsen.

Nordrhein-Westfalen zeigt auf der IFAT Munich 2026 Lösungen für Umwelttechnologien und Kreislaufwirtschaft. Für IT-Entscheider im B2B-Umfeld wird dabei deutlich: Nachhaltige Wertschöpfung ist zunehmend auch eine Frage von Digitalisierung, Daten und vernetzten Prozessen.

NRW präsentiert Lösungen auf der Weltleitmesse

Nordrhein-Westfalen war vom 4. bis 7. Mai 2026 mit einem eigenen Landesgemeinschaftsstand auf der IFAT Munich vertreten. Auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien präsentierten 14 Unternehmen aus NRW gemeinsam mit dem Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW und Circular. NRW Lösungen für Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft, Ressourcenschutz, Digitalisierung und industrielle Transformation. Der Stand befindet sich in Halle B4, Stand B4.241.

Gezeigt werden unter anderem Verfahren für Batterierecycling, Phosphorrückgewinnung, CO₂-Nutzung, Kunststoffrecycling, Hochwasser-Frühwarnsysteme, Wasseraufbereitung, digitale Zwillinge und ressourceneffiziente Industrieprozesse. Eröffnet wurde der NRW-Stand am 4. Mai von Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur und Umweltminister Oliver Krischer.

Digitalisierung als Teil der Kreislaufwirtschaft

Für IT-Entscheider ist die Entwicklung relevant, weil viele Ansätze der modernen Kreislaufwirtschaft ohne digitale Technologien kaum skalierbar sind. Die IFAT Munich 2026 stellt den Zusammenhang zwischen Recycling, Digitalisierung und neuen Kooperationen ausdrücklich in den Fokus. Laut Messe München können diese Faktoren dazu beitragen, Ressourcen effizienter zu nutzen und wirtschaftliche Resilienz zu stärken.

Auch die Startup Area der IFAT zeigt, welche Rolle digitale Technologien inzwischen spielen. Dort präsentieren rund 50 internationale Startups Lösungen für Wasser-, Recycling- und Kreislaufwirtschaft. Zu den genannten Beispielen gehören KI-gestützte Verfahren, neue Sensortechnologien und biobasierte Ansätze, etwa zur Erkennung von Batterien, Materialströmen und Mikroplastik in Echtzeit.

Kreislaufwirtschaft wird zum Standortfaktor

Für Nordrhein-Westfalen ist die Kreislaufwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Laut Wirtschaft.NRW erwirtschaftet die Branche im Land eine Bruttowertschöpfung von mehr als 20,5 Milliarden Euro. Mehr als 240.000 Menschen arbeiten in rund 16.700 Unternehmen der Kreislaufwirtschaft. Insgesamt arbeiten nach Angaben des Umweltministeriums mehr als 600.000 Menschen in der Umweltwirtschaft Nordrhein-Westfalens; bis 2030 sollen es 800.000 werden.

Auch die Dimension der Messe unterstreicht die Bedeutung des Themas. Die IFAT Munich 2026 erwartet mehr als 3.300 Aussteller und über 142.000 Besucher aus rund 170 Ländern. Insgesamt umfasst das Programm mehr als 400 Veranstaltungen zu Themen wie Wasser, Rohstoffsicherheit, Circular Economy und nachhaltiger industrieller Entwicklung.

Relevanz für IT-Entscheider

Kreislaufwirtschaft ist nicht mehr allein ein Thema für Nachhaltigkeits-, Umwelt- oder Produktionsabteilungen. Sobald Prozesse transparenter, Ressourcen effizienter genutzt und Wertstoffströme besser gesteuert werden sollen, rücken digitale Lösungen in den Mittelpunkt.

IT-Entscheider werden damit zu wichtigen Enablern der Transformation. Sie schaffen die Grundlagen, damit Daten aus Prozessen, Anlagen und Wertschöpfungsketten nutzbar werden. Die IFAT 2026 zeigt: Umwelttechnologien und Digitalisierung wachsen enger zusammen und genau daraus entstehen neue Anforderungen, aber auch neue Chancen für B2B-Unternehmen.

Fazit

Die Präsenz Nordrhein-Westfalens auf der IFAT Munich 2026 macht deutlich, wie eng Kreislaufwirtschaft, Umwelttechnologien und Digitalisierung inzwischen verbunden sind. Für IT-Entscheider ist das Thema deshalb strategisch relevant: Wer nachhaltige Wertschöpfung ermöglichen will, muss auch digitale Prozesse, Daten und Technologien mitdenken.

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