IT-Budgetplanung 2026: Kategorien, CAPEX/OPEX und Vorlage
Dieser Leitfaden liefert genau das, was für eine fundierte IT-Budgetplanung 2026 gebraucht wird.
Wartungsfristen bis 2027, 2030 und 2033 prüfen, Migrationswege vergleichen & Kosten planen.

Wer SAP ECC ablösen möchte, muss drei Entscheidungen miteinander verbinden: Welches ERP passt künftig zum Unternehmen? Wie werden Prozesse und Daten übertragen? Und welcher Zeitplan berücksichtigt die tatsächlich geltenden Wartungsfristen? Eine technische Umstellung allein beantwortet diese Fragen nicht.
Für SAP ERP 6.0 mit Enhancement Package 6, 7 oder 8 endet die Mainstream Maintenance am 31. Dezember 2027. Optional ist Extended Maintenance bis Ende 2030 vorgesehen. Die zusätzliche Transition Option bis 2033 gilt dagegen nur für bestimmte Cloud-Konstellationen. Entscheidend sind der konkrete Systemstand und die vertraglichen Voraussetzungen. [1, 2, 3]
Dieser Leitfaden hilft Ihnen, Migrationswege zu vergleichen, Kosten transparent zu planen und aus der Ablösung eine umsetzbare Roadmap zu machen.
SAP R/3 bezeichnet eine ältere Generation der SAP-ERP-Software. SAP ECC steht für ERP Central Component und bildet den Kern von SAP ERP. SAP S/4HANA ist die nachfolgende ERP-Generation auf Basis der SAP-HANA-Datenbank. [4]
Für Ihre Ablösungsplanung reicht das Produktetikett nicht aus. Erfassen Sie die genaue Version, das Enhancement Package, Datenbank und Add-ons sowie die angebundenen Systeme. Für ältere R/3-Installationen lassen sich die Fristen von SAP ERP 6.0 nicht pauschal übernehmen.
Ein ECC-System auf SAP HANA bleibt zunächst ECC. Der Datenbankwechsel allein macht daraus kein S/4HANA. Bei der Umstellung müssen Sie auch die Anforderungen des Zielreleases an Datenmodell, Funktionen und Erweiterungen berücksichtigen. Das Universal Journal ist beispielsweise ein zentraler Bestandteil des Rechnungswesens in S/4HANA. [5]
Das Wartungsende schafft einen zeitlichen Rahmen. Der wirtschaftliche Grund für eine Ablösung entsteht jedoch aus Ihrem Unternehmen: Sind die Prozesse zu kompliziert? Bremsen Eigenentwicklungen neue Anforderungen? Fehlen transparente Daten oder verlässliche Schnittstellen?
Definieren Sie vor der Produktauswahl konkrete Ziele. Beispiele sind ein schnellerer Monatsabschluss, weniger manuelle Auftragserfassung oder eine einfachere Integration von Produktion und Logistik. Halten Sie den Ausgangszustand fest und bestimmen Sie, woran der Erfolg nach dem Go-live gemessen wird.
Eine Migration kann die Gelegenheit bieten, gewachsene Abläufe zu vereinfachen. Sie wird aber nicht automatisch zu einem Modernisierungsprojekt: Wenn unnötige Anpassungen unverändert übernommen werden, bleiben ihre laufenden Kosten und Abhängigkeiten bestehen.
Die folgende Übersicht bezieht sich auf SAP ERP 6.0. Prüfen Sie ergänzend die Product Availability Matrix und die Vertragsunterlagen für Ihre konkrete Landschaft. Datenbanken, Add-ons und einzelne Komponenten können eigene Fristen haben. [1, 2]
| System oder Option | Zeitraum | Bedeutung für die Planung |
|---|---|---|
| ERP 6.0 ohne EHP oder mit EHP 1–5 | Mainstream Maintenance endete am 31.12.2025 | Den aktuellen Wartungsstatus und mögliche Zwischenschritte unmittelbar prüfen. |
| ERP 6.0 mit EHP 6–8 | Mainstream Maintenance bis 31.12.2027 | Ablösung oder vertraglich passende Übergangslösung rechtzeitig vorbereiten. |
| Extended Maintenance für die berechtigten Versionen | 2028 bis Ende 2030 | Kostenpflichtige Verlängerung für einen längeren Übergang. |
| Customer-specific Maintenance | Ohne Extended Maintenance beziehungsweise nach deren Ende | Eingeschränkten Leistungsumfang prüfen; keine Gleichsetzung mit regulärer Wartung. |
| SAP ERP, private edition, transition option | 2031 bis Ende 2033 | Gesondertes Angebot mit Voraussetzungen; keine allgemeine ECC-Fristverlängerung. |
Das Wartungsende ist kein automatisches Abschaltdatum. ECC kann technisch weiterlaufen. Relevant ist, welche Unterstützung, Korrekturen und Anpassungen dann noch verfügbar sind. Customer-specific Maintenance bietet einen eingeschränkten Umfang; insbesondere dürfen Sie neue gesetzliche Anpassungen nicht pauschal voraussetzen. [6]
Bewerten Sie deshalb den Weiterbetrieb gemeinsam mit IT, Fachbereichen und Vertragsverantwortlichen. Eine verschobene Migration braucht einen finanzierten Übergangsplan und eine klare Entscheidung über verbleibende Risiken.
SAP nennt für die Extended Maintenance einen Aufschlag von zwei Prozentpunkten auf die Wartungsbasis. Das ist etwas anderes als ein Zuschlag von zwei Prozent auf die bisherige jährliche Wartungsrechnung. Die maßgebliche Basis ergibt sich aus Ihrem Vertrag. [1]
Ein vereinfachtes, ausdrücklich fiktives Beispiel: Bei einer Wartungsbasis von 1.000.000 Euro und einem angenommenen bisherigen Satz von 22 Prozent beträgt die jährliche Wartung 220.000 Euro. Mit zwei zusätzlichen Prozentpunkten wären es 240.000 Euro. Der Unterschied beträgt 20.000 Euro pro Jahr beziehungsweise 60.000 Euro über drei Jahre, ohne weitere Preisänderungen.
Die tatsächlichen Kosten lassen sich erst anhand des Vertrags bestimmen. Vergleichen Sie außerdem den Preis der Verlängerung mit den Kosten des zusätzlichen ECC-Betriebs. Infrastruktur, Schnittstellenpflege und ein späterer Parallelbetrieb verschwinden durch die Verlängerung nicht.
Die SAP ERP, private edition, transition option soll komplexe Übergänge zu S/4HANA unterstützen. Sie verlängert die ECC-Wartung nicht pauschal für alle Kunden. Nach der veröffentlichten SAP-Ankündigung gelten insbesondere folgende Voraussetzungen: [3]
Der angebotene Support für 2031 bis 2033 umfasst laut SAP gesetzliche Anpassungen, Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen. Für Vertragsabschlüsse im Jahr 2026 kündigte SAP einen Preisaufschlag von 20 Prozent ab 2031 gegenüber dem Preisniveau Ende 2030 an. Die Konditionen hängen vom Abschlusszeitpunkt ab und müssen anhand des konkreten Angebots geprüft werden.
Planerisch bedeutet das: Diese Option ist eine gesonderte Cloud-Brücke mit zusätzlichen Bedingungen und Kosten. Sie ersetzt weder die Auswahl des Zielsystems noch eine verbindliche Migrationsroadmap.
Starten Sie mit den Geschäftsanforderungen. Die bestehende SAP-Landschaft ist ein wichtiger Ausgangspunkt, aber kein ausreichendes Auswahlkriterium für das nächste ERP.
| Strategischer Weg | Wann er zur Prüfung passt | Was Sie nachweisen lassen sollten |
|---|---|---|
| Wechsel zu SAP S/4HANA | Viele SAP-Prozesse, Integrationen oder Konzernvorgaben sollen fortgeführt werden. | Funktionsabdeckung, Umstellbarkeit der Erweiterungen und belastbares Betriebsmodell. |
| Einführung eines anderen ERP | Sie möchten Prozesse neu aufsetzen und unterschiedliche Anbieter vergleichen. | Branchenabläufe, Länderanforderungen, Integration, Datenmigration und langfristige Gesamtkosten. |
| Zeitlich begrenzter ECC-Weiterbetrieb | Die Ablösung lässt sich nicht innerhalb der bisherigen Planung abschließen. | Vertraglicher Supportumfang, finanzierter Übergang und realistischer Ausstiegstermin. |
Ein Anbieterwechsel kann die Gelegenheit bieten, die ERP-Landschaft zu vereinfachen. Dafür müssen bestehende Funktionen, Daten und Schnittstellen neu bewertet werden. Ein vermeintlich niedriger Lizenzpreis sagt wenig über den Gesamtaufwand aus.
SAP positioniert Business One für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Tochtergesellschaften größerer Unternehmen. Das macht die Lösung grundsätzlich zu einem möglichen Kandidaten in einer ERP-Auswahl, aber nicht zu einem gleichwertigen Ersatz für jede ECC-Landschaft. [7]
Lassen Sie Ihre wesentlichen Abläufe mit echten Beispielen demonstrieren: etwa Variantenfertigung, internationale Gesellschaften, komplexe Bewertung oder Serviceprozesse. Entscheidend ist, welche Anforderungen im Standard, durch Erweiterungen oder nur durch zusätzliche Systeme abgedeckt werden.
SAP unterscheidet Neuimplementierung, System Conversion und Selective Data Transition. Die Wahl hängt davon ab, wie viel Sie übernehmen und wie stark Sie Prozesse oder die Systemlandschaft verändern wollen. [8, 9]
| Weg | Grundprinzip | Zentrale Abwägung |
|---|---|---|
| Brownfield / System Conversion | Das bestehende System wird technisch und funktional auf S/4HANA umgestellt. | Bewährte Strukturen bleiben Ausgangspunkt; ihre Eignung und Anpassungen müssen geprüft werden. |
| Greenfield / Neueinführung | Ein neues System wird eingerichtet und benötigte Daten werden migriert. | Mehr Gestaltungsspielraum, aber auch mehr Arbeit an Prozessen und Einführung. |
| Selective Data Transition | Ausgewählte Daten und Strukturen werden gezielt übernommen. | Flexibilität erfordert ein präzises Auswahl-, Transformations- und Prüfkonzept. |
Brownfield kommt infrage, wenn ein großer Teil der bestehenden Prozesse künftig weiterverwendet werden soll. Die Konvertierung baut auf dem vorhandenen System auf. Trotzdem benötigen Sie eine Prüfung der Voraussetzungen, Anpassungen und geschäftlichen Auswirkungen.
Lassen Sie deshalb nicht nur die technische Konvertierung anbieten. Zum Leistungsumfang gehören auch erforderliche Prozessänderungen, die Behandlung des Custom Codes und die Abnahme durch die Fachbereiche. Ein technisch erfolgreich konvertiertes System ist noch kein erfolgreich eingeführtes ERP.
Greenfield passt zu einer umfassenden Neugestaltung. Sie entscheiden neu, wie Prozesse, Organisation und Daten im Zielsystem aussehen sollen. Bestehende Eigenentwicklungen werden nicht automatisch übernommen.
Das eröffnet Möglichkeiten zur Standardisierung. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Prozessverantwortlichen, Datenbereinigung und Schulung. Auch bei einer Neuimplementierung müssen offene Vorgänge und benötigte Stammdaten vollständig und nachvollziehbar übertragen werden.
Bei einer Selective Data Transition werden definierte Daten und Strukturen aus der bisherigen Landschaft ausgewählt und in die Zielumgebung übertragen. Der Ansatz kann beispielsweise bei einer Konsolidierung mehrerer Systeme oder einer selektiven Übernahme historischer Daten passen. [9]
Die Auswahl braucht klare Regeln: Welche Gesellschaften und Zeiträume werden übernommen? Wie werden zusammengehörige Belege behandelt? Welche Daten bleiben im Archiv? Je mehr Transformationen vorgesehen sind, desto wichtiger werden Abstimmung, Testmigrationen und fachliche Kontrollen. Der Ansatz ist daher nicht automatisch günstiger oder schneller.
Migrationsweg und Betriebsmodell müssen zusammenpassen. Für SAP S/4HANA Cloud Public Edition sieht SAP eine Neuimplementierung vor. Eine direkte ECC-Systemkonvertierung oder Selective Data Transition ist für dieses Zielmodell nicht vorgesehen. Für Private Edition und On-Premises stehen diese Übergangswege grundsätzlich zur Verfügung; die konkrete Eignung muss geprüft werden. [8]
Bei der Auswahl helfen drei praktische Fragen:
Prüfen Sie die benötigten Abläufe und Erweiterungsmöglichkeiten am konkreten Produkt.
Klären Sie Betrieb, Updates, Sicherheit, Integration und Support einschließlich der Verantwortlichkeiten Ihres Unternehmens.
Vergleichen Sie Abonnements beziehungsweise Lizenzen, Infrastruktur, Betreuung und spätere Änderungen über denselben Zeitraum.
RISE with SAP ist kein zusätzlicher technischer Migrationsweg. Prüfen Sie bei entsprechenden Angeboten, welche Produkt-, Service- und Vertragsbestandteile enthalten sind und welche Projektleistungen gesondert beauftragt werden müssen.
Beginnen Sie mit einem belastbaren Inventar: Systeme und Versionen, Gesellschaften, Datenmengen, Eigenentwicklungen, Add-ons und Schnittstellen. Benennen Sie für jede wichtige Verbindung einen fachlichen und technischen Verantwortlichen.
SAP Readiness Check unterstützt die Bewertung einer geplanten Umstellung auf S/4HANA. Die Ergebnisse helfen, relevante Anpassungen und Prüfungen zu erkennen. Sie ersetzen jedoch weder die fachliche Prozessanalyse noch einen vollständigen Projektplan. Ergänzend müssen die Simplification Items des vorgesehenen Zielreleases bearbeitet werden. [10]
Für die Systemkonvertierung zu S/4HANA ist die Customer-Vendor Integration mit dem Business-Partner-Modell ein wesentlicher Vorbereitungspunkt. Planen Sie die Prüfung von Kunden- und Lieferantenstammdaten frühzeitig ein. [11]
Bewerten Sie außerdem jede Eigenentwicklung: Wird sie noch genutzt? Erfüllt der Standard inzwischen denselben Zweck? Muss sie angepasst oder ersetzt werden? Eine bewusste Auswahl verhindert, dass ungenutzter Code unnötig Aufwand verursacht.
Bei Daten sind neben der Menge auch Qualität und Abhängigkeiten entscheidend. Legen Sie fest, welche Stammdaten, offenen Posten und historischen Informationen im Zielsystem benötigt werden. Verantwortliche Fachbereiche müssen die Ergebnisse der Migration kontrollieren und freigeben.
Eine Schnittstellenliste sollte Quell- und Zielsystem, Übertragungsweg, Datenformat, Betriebszeiten und Fehlerbehandlung enthalten. Prüfen Sie nicht nur direkte Verbindungen, sondern auch Middleware, Batchläufe, Dateien und manuelle Übergaben.
Testen Sie vollständige Geschäftsabläufe: vom Auftrag über Lieferung und Rechnung bis zur Buchung. Stimmen Sie Bestände, Salden und offene Posten ab. Ergänzen Sie Berechtigungs-, Integrations- und Lasttests entsprechend Ihren Anforderungen. Definieren Sie vorab, welche Ergebnisse den Go-live verhindern würden.
Ein belastbares Budget entsteht aus dem abgegrenzten Projektumfang. Unternehmensgröße allein reicht nicht: Zwei ähnlich große Unternehmen können durch Datenhistorie, Länder, Eigenentwicklungen und Schnittstellen sehr unterschiedliche Aufwände haben.
Lassen Sie Angebote deshalb nach denselben Kostenblöcken aufschlüsseln. Verlangen Sie Annahmen, Mengen und klare Abgrenzungen statt eines Gesamtpreises ohne Erläuterung.
| Kostenblock | Was ins Budget gehört |
|---|---|
| Analyse und Konzeption | Systemprüfung, Prozessaufnahme, Zielarchitektur und Projektplanung. |
| Umsetzung und Migration | Konfiguration, Codeanpassungen, Datenübernahme, Schnittstellen und Werkzeuge. |
| Interne Mitarbeit | Fachbereichskapazität, Projektleitung, Datenbereinigung und Vertretungen im Tagesgeschäft. |
| Tests und Einführung | Testumgebungen, Abnahmen, Schulung, Cutover und Betreuung nach dem Go-live. |
| Übergang und Altsystem | Parallelbetrieb, mögliche Wartungsverlängerung, Archivierung und Stilllegung. |
| Laufender Zielbetrieb | Lizenzen oder Abonnements, Infrastruktur, Support, Updates und Weiterentwicklung. |
Das folgende Rechenbeispiel ist fiktiv und kein Marktpreis oder Richtbudget. Es zeigt lediglich, wie eine Kalkulation aufgebaut werden kann. Projektumfang, Mengen und Sätze müssen durch Ihre Analyse und konkrete Angebote ersetzt werden.
| Angenommener Posten | Beispielrechnung |
|---|---|
| Externe Projektleistungen | 220 Tage × 1.500 Euro = 330.000 Euro |
| Interne Mitarbeit | 120 Tage × 600 Euro = 72.000 Euro |
| Werkzeuge und Testinfrastruktur | 40.000 Euro |
| Schulung und Veränderungsbegleitung | 30.000 Euro |
| Zusätzlicher Parallelbetrieb | 20.000 Euro |
| Summe der angenommenen Projektkosten | 492.000 Euro |
| Beispielhafte Risikoreserve von 20 Prozent | 98.400 Euro |
| Gesamt einschließlich Reserve | 590.400 Euro |
Die interne Mitarbeit ist hier als kalkulatorischer Aufwand bewertet. Sie entspricht nicht automatisch einer zusätzlichen Zahlung. Neue ERP-Lizenzen beziehungsweise Abonnements und der laufende Zielbetrieb sind in diesem Beispiel noch nicht enthalten.
Für die Entscheidung benötigen Sie zusätzlich eine Gesamtkostenrechnung über einen einheitlichen Zeitraum, beispielsweise fünf Jahre. Berücksichtigen Sie dabei sowohl die einmalige Umstellung als auch den Übergang und den anschließenden Betrieb. Eine Risikoreserve sollte aus Ihren konkreten Unsicherheiten abgeleitet werden; 20 Prozent sind hier nur eine Rechenannahme.
Eine allgemeingültige Dauer lässt sich ohne Systemanalyse nicht seriös nennen. Entscheidend sind unter anderem Projektumfang, Datenqualität, Testbedarf, verfügbare Fachbereichskapazität und die Zahl der Umstellungswellen.
Erstellen Sie einen Terminplan rückwärts vom angestrebten Go-live. Berücksichtigen Sie auch Monats- und Jahresabschlüsse, Produktionsspitzen, Urlaubszeiten und andere Großprojekte. Reservieren Sie Zeit für Testmigrationen und die Behebung gefundener Fehler.
Eine Wartungsverlängerung kann Zeit verschaffen. Sie löst aber keine personellen Engpässe. Lassen Sie sich deshalb erklären, welche Mitarbeit Ihr Team in jeder Phase leisten muss und welche Abhängigkeiten den kritischen Pfad bestimmen.
Erfassen Sie Wartungsstatus, Systemlandschaft, Prozesse, Schnittstellen und Daten. Dokumentieren Sie bekannte Probleme und benennen Sie Verantwortliche. Das Ergebnis ist eine Ausgangsbasis, auf der Aufwand und Risiken bewertet werden können.
Entscheidungspunkt: Sind Systemstand, Fristen und wesentliche Abhängigkeiten ausreichend bekannt, um Zieloptionen zu vergleichen?
Definieren Sie Muss-Anforderungen und messbare Projektziele. Vergleichen Sie geeignete ERP- und Betriebsmodelle. Lassen Sie kritische Prozesse demonstrieren und prüfen Sie den vorgesehenen Übergangsweg sowie die Gesamtkosten.
Entscheidungspunkt: Sind Funktionsabdeckung, Budget, interner Personalbedarf und Verantwortlichkeiten freigegeben?
Bereinigen Sie Daten, bearbeiten Sie technische Voraussetzungen und setzen Sie die Zielprozesse um. Planen Sie Schnittstellen, Berechtigungen und Schulung gemeinsam mit den Fachbereichen. Führen Sie Testmigrationen durch und gleichen Sie die Ergebnisse ab.
Entscheidungspunkt: Sind Datenqualität, Prozessabnahmen und Integrationen ausreichend nachgewiesen, um den finalen Umstieg zu proben?
Proben Sie den Wechsel mit einem detaillierten Ablaufplan. Darin stehen Datenstopp, finale Übernahme, Kontrollen, Zuständigkeiten und Kommunikation. Legen Sie Go-/No-Go-Kriterien und einen technisch geprüften Rückfallplan fest.
Entscheidungspunkt: Können die Verantwortlichen den Start anhand dokumentierter Testergebnisse freigeben? Nach dem Go-live folgt eine betreute Stabilisierungsphase mit klaren Ansprechpartnern und Prioritäten.
Stilllegung und Archivierung sind eigene Arbeitspakete. Prüfen Sie, welche historischen Daten für Auskunft, Prüfungen und geschäftliche Nachweise zugänglich bleiben müssen. Aufbewahrungsfristen und Zugriffsrechte müssen zum jeweiligen Datenbestand passen.
Testen Sie den Zugriff aus Sicht der Nutzer: Lassen sich Belege auffinden, Zusammenhänge nachvollziehen und erforderliche Informationen exportieren? Erst wenn diese Anforderungen erfüllt und verbliebene Schnittstellen bereinigt sind, sollte die technische Abschaltung freigegeben werden. Beziehen Sie auch Lizenz-, Wartungs- und Infrastrukturverträge ein.
Verlangen Sie Referenzen mit vergleichbarer Prozesskomplexität und dem vorgesehenen Migrationsweg. Lassen Sie sich zeigen, wie der Partner Datenübernahme, Schnittstellentests und fachliche Abnahmen organisiert.
Ein belastbares Angebot beschreibt Leistungen, Annahmen, Mitwirkungspflichten und Ausschlüsse. Es legt fest, wie Änderungen am Umfang bewertet werden und wer nach dem Go-live Fehler behandelt. Klären Sie außerdem, welche Aufgaben an weitere Anbieter oder Unterauftragnehmer gehen.
Vergleichen Sie die Angebote anhand derselben Anforderungen. Die günstigste Tagessatzliste hilft wenig, wenn Testumfang, interne Mitarbeit oder Altsystemstilllegung unterschiedlich kalkuliert sind.
Beginnen Sie mit einer kompakten Bestandsaufnahme: aktueller ECC-Systemstand, Wartungsstatus, kritische Prozesse, Schnittstellen und verfügbare Projektkapazität. Daraus entstehen die Anforderungen für den Vergleich von Zielsystemen und Partnerangeboten.
Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl benötigen, formulieren Sie diese Anforderungen in einer Projektbeschreibung. Sie bildet die Grundlage, um mit IT-Dock passende Anbieter zu prüfen und Leistungen vergleichbar anzufragen.
Redaktioneller Stand: 2. Oktober 2026. Die Quellenangaben gehören zur redaktionellen Dokumentation. Kostenbeispiel, Entscheidungshilfen und Roadmap sind eigene, illustrative Ausarbeitungen; sie sind keine SAP-Vorgaben. Konkrete Fristen und Konditionen müssen für das jeweilige System und den Vertrag bestätigt werden.
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